Psychodrama/Monodrama

Der Begriff Psychodrama ist nicht im herkömmlichen Sinne zu verstehen. Es geht vielmehr um handelndes Darstellen von konkreten Situationen oder innerem Erleben. 


Psychodrama ist eine Gruppentherapiemethode. Konkret bedeutet das, der Protagonist (der Handelnde) entscheidet sich für eine Situation, die real oder sein inneres Erleben wiederspiegelt. Dann sucht er sich für jede reale Person oder inneren Persönlichkeitsanteil eine Person aus , die diese darstellt. So kann man in einem geschützten Rahmen besser, erlebbarer und konkreter mit anderen Personen oder auch den eigenen Persönlichkeitsanteilen in Kontakt kommen. Wenn der Handelnde (Protagonist) damit einverstanden ist, dann gibt es am Ende der Einheit ein Rollenfeedback. Das heißt, die einzelnen Mitspieler (Hilfs-Ich) geben dem Handelnden (Protagonisten) eine Rückmeldung, wie es ihnen in der jeweiligen Rolle ergangen ist. Danach kommt ein Sharing (Teilen), in dem die anderen Teilnehmer von ähnlichen Erfahrungen berichten können.


In der Einzeltherapie (Monodrama) können die o.g. Methoden auch angewendet werden. So werden z.B. die Persönlichkeitsanteile durch Gegenstände dargestellt, oder der Therapeut übernimmt einzelne Rollen und gibt Rollenfeedback.


Durch das Erleben und die direkte Erfahrung, die man macht, lernt man sich selbst und sein Handeln besser zu verstehen. Außerdem kann man neue Handlungsmöglichkeiten ausprobieren und zu neuen Lösungen kommen.